Die Welt als Spiegel

Nicht DU befindest dich in der Welt, vielmehr befindet sich die Welt in dir.
Oder wie einer der größten Sufimeister Ibn Arabi sagt: „Die Reise verlief nur in mir selbst.“
Diese Erkenntnis ist nützlich, sowohl als theoretische spirituelle Philosophie, als auch als
alltägliches Werkzeug zum Handeln oder auch Nichthandeln.
Was heißt das denn ganz praktisch in unserem alltäglichen Leben?
Es befähigt uns, in vielerlei Hinsicht, ein wesentlich erfüllteres Leben zu leben: spannend,
bunt, freudig, mit bedingungsloser Liebe erfüllt.
Denn das Universum spiegelt alltäglich gerne (aber leider auch unerbittlich) alles in uns, in
dir, neutral als Spiegel zurück. Denn dieser Spiegel übersieht nichts.
Oft empfinden wir dieses Feedback, das Echo, die Resonanz als schmerzhaft oder öde,
langweilig, beschämend, unlebendig u.s.w.
Was sagst du über dich und die Welt?
Ich möchte dies anhand eines Beispiels erläutern:
Ein häufiger Glaube, den viele von uns unbewusst herumtragen (im wahrsten Sinne des
Wortes meistens auf den Schultern) lautet:
„Die Welt nimmt mich nicht ernst.“
„Die Welt / die Menschen, sollten mich endlich ernst nehmen!“
„Ich warte!“
Und dann warten wir unser Leben lang darauf, ernst genommen zu werden – und wenn ich
lange genug und geduldig darauf warte, geschieht es vielleicht.
Die Welt kann dir diesen Wunsch nicht erfüllen, alle kosmischen, physischen,
wissenschaftlichen Gesetze sprechen dagegen.
Es gibt inzwischen eine große Anzahl von Literatur zu diesem Thema. Wenn du dich dafür
interessierst, bin ich dir gerne bei der Auswahl von Themen und Literatur behilflich.
Und dann machen wir uns zu Opfern dieser „bösen Welt.“

Wie bereits zu Anfang dieses Beitrags gesagt:
Die Welt, die gesamte Energie des Geschehens, findet in DIR statt. Es kommt nichts von
außen hinzu, es kann gar nichts hinzukommen. In deinem inneren Raum spielt die Musik!
Ach so, stimmt ja! Wir vergessen es so oft wieder, fallen in die Opferrolle und beschweren
uns.
Die entsprechenden Botschaften können folgendermaßen gelautet haben:
„Nimm dich nicht so ernst!“
„Stell dich nicht so an!“
„Hab dich nicht so!“
„Mach dich nicht lächerlich!“ u.s.w.
Übrigens: die Übermittler dieser Botschaften: unsere Eltern, Lehrer, Großeltern u.s.w.
haben auch nichts anderes gelernt.
Wir leben unsere als Kind gebastelte individuelle Überlebensstrategie, die in diesem Fall
lauten könnte: „du darfst dich nicht ernst nehmen.“ Der Mensch verleugnet sich.
Der Schlüssel zur Heilung ist wie immer der Eintritt ins Hier und Jetzt, in unseren inneren
Raum. In ihm ist Alles enthalten, unsere Schatten und unsere Lichtseite.
Es bedarf urteilsfreies Hinsehen, Empathie, Feingefühl und auch ein bisschen Training, um
sich diesem Spiegel auszusetzten. Aber es lohnt sich.
Zum Abschluss ein Zitat aus „Ein Kurs in Wundern“, Greuthof, Kapitel 13, Seite 261:
„ Die Welt kann dir nur geben, was du ihr gegeben hast, denn da sie nichts ist außer deiner
eigenen Projektion, hat sie auch keinerlei Bedeutung mit Ausnahme derer, die du in ihr
gefunden hast und in die du deinen Glauben gesetzt hast.“
Und weiter…..“wenn du deinen Glauben in die Vergangenheit setzt, wird die Zukunft sein
wie sie.“ Das ist ein kosmisches, physikalisches, biologisches Gesetz!
Das Alte, die Vergangenheit, das sich immer Wiederholende kann jedoch in der Gegenwart
nicht überleben.
Lenken wir also unsere Aufmerksamkeit in unseren inneren Raum, dort kann das Formlose
wie z.B. Freude, Kreativität, Begegnung, Spaß, Humor und vieles mehr seinen/ deinen
Ausdruck finden.

Ich begleite dich gern dabei!